Kürzlich wurde im Landkreis Garmisch-Partenkirchen die sogenannte Kreisentwicklungsgesellschaft (KEG) gegründet. Ihre Aufgabe ist die Förderung der regionalen Entwicklung, was ein durchaus positives Signal für unseren Kreis ist.
Bei der Besetzung der Beiräte hat sich allerdings herausgestellt, dass in der KEG zu fast 100% Männer vertreten sind. Um der Entwicklung in unserem Landkreis ein geschlechtergerechtes Profil zu geben, haben daher Christl Freier und Tessy Lödermann als Kreistagsabgeordnete von Bündnis90/Die Grünen im Herbst 2011 folgenden Antrag an den Kreistag gestellt:
[...] wir bitten Sie
in der nächsten Sitzung 2011 über die Besetzung der Beiräte der Kreisentwicklungsgesellschaft
(KEG) zu diskutieren und einen Beschluss zum weiteren Vorgehen zu fassen. Wir
stellen daher folgenden Antrag:
Die KEG möge innerhalb des 1.
Halbjahres 2012 ihren Gesellschaftsvertrag im folgenden Zusatz ergänzen: Falls
im Gremium lt. Gesellschaftervertrag weniger als 30% Frauen Mitglieder sind,
werden mindestens drei Frauen mit Sachkompetenz als beratende Mitglieder
dazuberufen. Diese Regelung sollte zunächst für die Beiräte Tourismus, Gewerbe
und Gesundheit/Soziales erprobt werden, da in diesen Bereichen in unserem Landkreis besonders viele Frauen
beschäftigt sind. Wie bei der Berufung von Schöffinnen und Schöffen können
in den Gemeinden Frauen mit der entsprechenden Sachkompetenz vorgeschlagen werden.
Begründung:
Die
Kreisentwicklungsgesellschaft KEG soll für unseren Landkreis zukunftsweisende
Maßnahmen planen und wegweisende Entscheidungen treffen. In den Beiräten fehlt
aber ein wesentlicher Teil der Bevölkerung - die Frauen. Bekanntermaßen arbeiten
Unternehmen und Gremien langfristig erfolgreicher, wenn beide Geschlechter ihre
Ideen, Stärken, Erfahrungen und Führungsstile einbringen. Wir
sind davon überzeugt, dass unser Antrag zum nachhaltigen Erfolg der KEG beitragen
wird.
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