So manch’ Oberammergauer Gemeinderat
verkündet bereits das Ergebnis der öffentlichen Debatte. Das spiegelt
vermutlich seine eigene Einstellung zum Thema „sachliche Information“ wider. Bisher
liegen nur grobe Konzepte vor. Statt handfester Information gibt es
fadenscheinige Veranstaltungen, bei der sich keiner für das was geplant ist
verantwortlich fühlen will. Entlarvend für das Milliarden-Projekt ist der gute
Riecher der Oberammergauer Landwirte: Bei der Olympia-Bewerbung der Stadt
Salzburg beispielsweise kamen die Rechtsgutachter der Stadt zu dem Ergebnis,
dass der Vertrag mit dem IOC, zwischen Privatpersonen geschlossen, sittenwidrig
wäre. Ist bekannt, dass das IOC keine gesetzlich bindenden Konzepte vorlegt und
Gelder nur in Aussicht stellt? Von Kommunen und Land aber Garantien verlangt
und ihnen die vollständige Haftung zuweist? Ist bekannt, dass das IOC von der
Stiftung „One World Trust“ zum weltweit intransparentesten Unternehmen gewählt
wurde? Dass es die Vorgaben vom IOC sind, die Oberstdorf und Ruhpulding nicht
ins Bewerbungskonzept passen lassen? Die Liste ließe sich beliebig verlängern. „Olympia-Ringe
auf dem Silbertablett“? Hurra-Geschrei aufgrund einer optischen Täuschung!
Korbinian Freier
Leserbrief zu den diversen
Artikeln im Tagblatt zum Thema Olympia 2018 („Wir brauchen Sie und wollen Sie überzeugen“ vom
04. Nov 2009 und Interview mit Franz Windirsch vom 07. Nov 2009)
Am 10.11.2009 im Garmisch-Partenkirchener Tagblatt