2009-11-10
Leserbrief zum Thema Olympia (KV GAP)

Olympia im Oberland

So manch’ Oberammergauer Gemeinderat verkündet bereits das Ergebnis der öffentlichen Debatte. Das spiegelt vermutlich seine eigene Einstellung zum Thema „sachliche Information“ wider. Bisher liegen nur grobe Konzepte vor. Statt handfester Information gibt es fadenscheinige Veranstaltungen, bei der sich keiner für das was geplant ist verantwortlich fühlen will. Entlarvend für das Milliarden-Projekt ist der gute Riecher der Oberammergauer Landwirte: Bei der Olympia-Bewerbung der Stadt Salzburg beispielsweise kamen die Rechtsgutachter der Stadt zu dem Ergebnis, dass der Vertrag mit dem IOC, zwischen Privatpersonen geschlossen, sittenwidrig wäre. Ist bekannt, dass das IOC keine gesetzlich bindenden Konzepte vorlegt und Gelder nur in Aussicht stellt? Von Kommunen und Land aber Garantien verlangt und ihnen die vollständige Haftung zuweist? Ist bekannt, dass das IOC von der Stiftung „One World Trust“ zum weltweit intransparentesten Unternehmen gewählt wurde? Dass es die Vorgaben vom IOC sind, die Oberstdorf und Ruhpulding nicht ins Bewerbungskonzept passen lassen? Die Liste ließe sich beliebig verlängern. „Olympia-Ringe auf dem Silbertablett“? Hurra-Geschrei aufgrund einer optischen Täuschung!

Korbinian Freier

Leserbrief zu den diversen Artikeln im Tagblatt zum Thema Olympia 2018 („Wir brauchen Sie und wollen Sie überzeugen“ vom 04. Nov 2009 und Interview mit Franz Windirsch vom 07. Nov 2009)
Am 10.11.2009 im Garmisch-Partenkirchener Tagblatt

 

 




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