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(Pressemitteilung KV GAP am 18. Mai 2010)
Der bayerische Ministerrat hat eine Erklärung zur
temporären Nutzung von Grundstücken für die Olympischen Winterspiele 2018 verabschiedet
(hier lesbar ). Daraus geht hervor, dass Freistaat und Bewerbungs-GmbH eine
"finanziell vollumfängliche Garantie
für die Wiederherstellung des Ursprungszustandes" abgeben.
Einerseits stellt diese Erklärung das Bemühen seitens der Landesregierung
klar, die Grundstücksbesitzer vor bösen Überraschungen zu schützen. Andererseits
bedeutet Bewerbungs-GmbH aber auch "Gesellschaft mit beschränkter Haftung"
an der das Internationale Olympische Komitee (IOC) ohnehin nicht beteiligt ist.
Damit ist klar, was dieser Beschluss beinhaltet:
Die Haftung für Entscheidungen einiger weniger wird am Ende vom Land Bayern und
damit von der Allgemeinheit getragen. Das Prinzip Finanzkrise lässt grüßen: Gewinne
in Millionenhöhe darf das IOC abführen - steuerfrei versteht sich - die Haftung
aber bleibt im Land. Ebenso wenig werden Ude, Bogner, Schmid und Co für die
Pläne gerade stehen müssen, mit denen sie ihre Träume von Olympia umsetzen wollen.
Stattdessen wird für die Gier nach Prestige einiger weniger wieder einmal der
Steuerzahler haften.
Die Grünen im Landkreis und das Netzwerk NOlympia 2018 freuen
sich daher weiterhin über jeden Grundstückbesitzer, der von der Freigabe seiner
Flächen für die Winterspiele absieht. Neben einem eventuellen Bürgerbegehren in
Garmisch-Partenkirchen ist das die einzige Möglichkeit, den Plänen zu
widersprechen und eine weitere Bewerbung zu verhindern. Zur Unterstützung einer
offenen Diskussion der Olympia-Problematik wird das Netzwerk am 9. Juni zu einer
öffentlichen Infoveranstaltung in Oberammergau einladen (19:00 Uhr, katholischer
Pfarrsaal). Unter anderem wird dazu der Olympiakritiker Willi Rehberg aus Salzburg
erwartet.
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